KONZERT ORCHESTERVEREIN GÖTZIS - STADTORCHESTER FELDKIRCH

16. Mai 2004, 10.30 Uhr, KULTURBÜHNE AMBACH

JEAN SIBELIUS

Finlandia op. 26

Andante sostenuto

Allegro moderato

Allegro

 

EDVARD GRIEG                  

Konzert für Klavier und Orchester     

a-Moll, op. 16

Allegro molto moderato

Adagio

Allegro moderato

 

Solist: Gabriella Brezóczki

 

Pause

 

EDUOARD LALO

Symphonie espagnole op. 21

Allegro non troppo

Intermezzo

Andante

Rondo

 

Solist: Róbert Viski  - Violine

 

 

 

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Gabriella Brezóczki - Klavier

geboren in Sárospatak in Ungarn, erhielt bereits mit sieben Jahren Musikunterricht. Sonderpreis bei den Liszt-Klaviermusiktagen in Budapest, erster Preis und Sonderpreis für beste Schubert-Interpretation beim Schubert-Brahms-Klavierwettbewerb in Debrecen, Sonderpreis beim Chopin-Wettbewerb in Debrecen, Bartók-Interpretin bei Max-Reger-Musiktagen in Weiden/Oberpfalz, Solistin und Mitglied von Kammermusikensembles in Budapest, Debrecen, Bonn, Bremen, Köln, Paris und Trient. CD Aufnahmen mit Stefan Adelmann. Derzeit studiert sie an der Hochschule Köln bei Prof. Roswitha Gediga-Glombitza.

Róbert Viski - Violine

 

studierte am Musikinstitut in Klausenburg und an der Franz Liszt Musikhochschule in Debrecen (Ungarn). 1993 schloss er mit dem Konzertdiplom als Professor für Violine und Kammermusik die Hochschule ab. Seine künstlerische Laufbahn begann 1988 beim Nationalen Opernorchester Klausenburg. Er war Konzertmeister des Nationaltheaters in Debrecen und konzertierte mit den Debrecener Philharmonikern unter der Leitung von Carolos Trikolidis.

Derzeit unterrichtet er an der Musikschule Bregenzerwald und ist stellvertretender Konzertmeister des Bündner Kammerorchesters.

 

Dirigent: István Hodász

 

Feldkircher und Götzner Orchester in einem Konzert

 

Götzis (VN-Sch)  Das Stadtorchester Feldkirch ist ein Klangkörper mit bis ins 19. Jahrhundert reichender Tradition, der 1947 gegründete Orchesterverein Götzis hat ebenso seinen festen Platz im Kulturleben der Marktgemeinde. Vor gut einem Jahr entstand die Idee , ein gemeinsames Konzert in der Kulturbühne "AmBach" zu veranstalten. Der Dirigent des Feldkircher Stadtorchesters, Helmut Schuler, und István Hodász, seit 1981 künstlerischer Leiter des Orchestervereines Götzis, erarbeiteten ein populäres und anspruchsvolles Programm für diese musikalische Achse mit Werken von Sibelius, Grieg und Lalo, das als Sonntagsmatinee unter der Leitung von István Hodász präsentiert wurde.

 

Exzellente Solisten

Erstaunlich, mit welch imponierender Homogenität die beiden Klangkörper (mit zahlreichen Vorarlberger Berufsmusikern verstärkt) unter dem behutsamen Dirigat von Hodász die Werke erklingen ließen. "Finlandia", das berühmte Tongemälde von Sibelius leitete die Matinee teils mit düsterdramatischer Klangrede, teils mit wehmütiglyrischem Timbre ein. Die junge ungarisch-polnische Pianistin Gabriella Brezóczki, die derzeit in Köln studiert, spielte sodann einen weiteren Konzertsaalhit, Griegs Klavierkonzert in a-Moll, op. 16. Technisch brillant und wunderbar einfühlsam diente die Künstlerin im Verein mit dem sensibel begleitenden Orchester am Seiler-Flügel dem norwegischen Komponisten. Und  nach der Pause bot der in Ungarn ausgebildete und in Vorarlberg und der Schweiz wirkende Geiger Róbert Viski eine vornehmlich virtuose Glanzleistung inder Interpretation der Symphonie espagnole, op. 21, des Franzosen spanischer Herkunft Edouard Lalo (1823 - 1892). Vor allem im sehr gefälligen Rondo entfaltete Viski und das groß besetzte Orchester den Zauber iberischer Klangfarben und Rhythmen, verpackt in französischem Esprit.

(VN 18. 5. 2004)