KONZERT
ALTE KIRCHE GÖTZIS

 

Solisten:
Raphael Rebholz - Trompete
Stefan Kühne - Posaune

Jürgen Natter - Cembalo

Leitung: Markus Ellensohn

 

8. Dez. 2008, 17.00 Uhr
Mariä Empfängnis

 

Eintritt: Freiwillige Spenden

Programm     <<anhören>>

 

GIUSEPPE SAMMARTINI (1700 - 1775)                 

Sinfonie in F-Dur                                                        

Presto - Andante - Allegro assai

 

JOHANN BAPTIST GEORG NERUDA (1707 - 1780)

Trompetenkonzert in Es-Dur                                     

Allegro - Largo - Vivace

 

JOHANN GEORG ALBRECHTSBERGER (1736 - 1809)

Konzert für Altposaune und Streicher in B-Dur       

Allegro moderato - Andante - Allegro moderato

 

CARL STAMITZ (1745 - 1801)

Orchester-Quartett op. 14 Nr. 4 in F-Dur                 

Allegro assai - Andante ma allegretto - Presto assai

 

Das Konzert des Orchestervereines Götzis zu Maria Empfängnis wird dieses Jahr von festlichen Blechbläserklängen geprägt. Zwei junge aufstrebende Musiker haben die Gelegenheit, sich mit einem Orchester zusammen solistisch zu präsentieren: Raphael Rebholz, Trompete, stammt aus Altstätten, studiert derzeit an der Zürcher Musikhochschule und wirkte u.a. beim Tonhalle-Orchester-Zürich und beim Musiktheater Vorarlberg mit. Er ist Lehrer für Trompete an der Musikschule am Alten Rhein und Dirigent der Jugendmusik Widnau.

 

Der Vorarlberger Posaunist Stefan Kühne, Absolvent des Landeskonservatoriums in Feldkirch, studiert an der Musikhochschule München. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Musikschule Lustenau ist er immer wieder in mehreren Orchestern engagiert, u.a. beim Symphonieorchester Vorarlberg, dem Sinfonischen Blasorchester Vorarlberg, dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck.

 

Was das Programm betrifft, gibt es für die Zuhörer eine Art Wanderung von der Musik des Spätbarock zur Musik der Frühklassik zu erleben. Man könnte auch sagen, die Werke dieses Konzertes stehen zwischen den beiden großen Welten des Barock und der Klassik.

 

Der Beginn wird mit einer Sinfonie von G.B.Sammartini gemacht, die aus der Zeit um 1730 stammt, als sich die ursprüngliche Opernsinfonia (Ouverture) langsam zur Konzertsinfonie entwickelte. Von Sammartini sind ganze 70 derartige Sinfonien erhalten, welche zu seiner Zeit in ganz Europa auch sehr beliebt waren. Dabei kehrt er sich in seiner Musiksprache schon vom Kontrapunkt ab und wendet sich hin zu einer akkordisch-homophonen Schreibweise.

 

Der Komponist J.P.Neruda war als böhmischer Dirigent und Geiger im Theater in Prag und als Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle geschätzt. Er komponierte u.a. zwar 18 Sinfonien und 14 Instrumentalkonzerte, doch das  einzige heute noch bekannte Werk ist sein Trompetenkonzert in Es-Dur, welches er ursprünglich für Horn schrieb. Dabei handelt es sich um eine Werk, das trotz Basso Continuo schon sehr klassische Züge aufweist: schlichte, gesangliche Melodik und vorwiegend klare homophone Begleitung des Solisten. Ebenso ist das Posaunenkonzert von J.G.Albrechtsberger konzipiert. Er war Organist und Orgelbauer in Györ (Ungarn) und Wien, wo er auch viele Kompositionsschüler hatte. Von seinem berühmtesten (L.van Beethoven) hielt er erstaunlicher Weise nicht sehr viel: „Er wird nie was ordentliches machen!“

 

Zum Abschluß dieses Abends, landen wir mit Karl Stamitz´ Orchesterquartett in F-Dur endgültig in der Frühklassik. Das Cembalo wird nun weggelassen, der musikalische Verlauf besteht im Wesentlichen aus heiterer, kurzweiliger Melodik, effektvollen Kontrasten und großem spielfreudigen Schwung. 

 

Der Orchesterverein lädt Sie recht herzlich zu diesem Konzert in der Alten Kirche in Götzis ein!

 

Markus Ellensohn